Röntgendiagnostik

Die
Röntgendiagnostik

In der Röntgendiagnostik führen wir seit einigen Jahren die digitale Radiographie durch. Dies ist eine computergestützte Aufnahmetechnik mit verbesserter Aufnahmequalität für die Röntgenuntersuchung. Darüber hinaus ist die Strahlenbelastung bei der Radiographie deutlich geringer als bei der herkömmlichen Röntgenaufnahme.

Folgende Körperregionen bzw. Organsysteme werden bei uns röntgenologisch untersucht:

  • Herz und Lunge
  • Brustdrüse (Mammographie)
  • Magen- Darmtrakt (Speicheldrüsen, Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm)
  • Das Gefäßsystem (Arterien und Venen)
  • Nieren und ableitende Harnwege
  • Das gesamte Skelettsystem, einschließlich des Schädels und der Gelenke

Bitte beachten Sie: Für Röntgenuntersuchungen des Herzens, der Lunge und des Skelettsystems können Sie uns ohne Voranmeldung innerhalb der Sprechzeiten besuchen. Für alle weiteren, oben aufgeführten Untersuchungen, ist eine Terminvereinbarung erforderlich, da für einige Untersuchungen wichtige Vorbereitungen bzw. Verhaltensmaßnahmen nötig sind. Gerne informieren Sie unsere Mitarbeiter über alle entsprechenden Einzelheiten.

Computertomographie (CT)

Die
Computertomographie (CT)

Die Computertomographie (CT) ist ein modernes und leistungsfähiges Verfahren zur bildgebenden Diagnostik. Mithilfe des Computertomographen (CT) können kleinste Veränderungen und Prozesse im Körper erkannt werden. Der menschliche Körper wird dabei von einem rotierenden Röntgenstrahl durchleuchtet, der durch eine Vielzahl von Sensoren erfasst wird. Dabei entstehen Querschnittsbilder des Körpers, die die einzelnen Organe und Gewebe hochauflösend und teils dreidimensional abbilden. Da sich jeweils nur die zu untersuchende Körperregion innerhalb des Gerätes befindet, fühlt sich der Patient räumlich nicht eingeengt.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die
Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie (auch MRT oder Kernspintomographie genannt) ist eines der innovativsten Verfahren, um eine Diagnose zu stellen. Mit Unterstützung des MRTs kann unser erfahrenes Team dieses Untersuchungsverfahren bestmöglich zum Wohle des Patienten einsetzen. Im Gegensatz zum konventionellen Röntgen und zur Computertomographie (CT) werden die Bilder bei der Magnetresonanztomographie nicht durch die Anwendung von Röntgenstrahlen, sondern durch ein Magnetfeld in Kombination mit Radiowellen gewonnen.

Die Möglichkeit, komplexe Schichtaufnahmen und dreidimensionale Bilder fast aller Regionen des menschlichen Körpers zu gewinnen, erlaubt eine besonders genaue Beurteilung krankhafter Prozesse.

Die erforderliche Größe des Magneten führt dazu, dass der Patient häufig mit seinem ganzen Körper innerhalb des Untersuchungsgerätes liegt. Durch die bei der Untersuchung gewollten schnellen Änderungen des Magnetfeldes entstehen starke Klopfgeräusche, wobei weder das Magnetfeld noch die Radiowellen irgendeine Gefährdung darstellen.

Zur Abklärung vielfältiger kardiologischer Fragestellungen können in Soest und Brilon Herz-MRT/Kardio-MRT durchgeführt werden. Damit können besonders gut die Funktion des Herzmuskels und der Herzklappen untersucht werden. Durchblutungsstörungen und Herzmuskelschäden werden genau erkannt. Vorteilhaft an diesem Untersuchungsverfahren ist, dass eine exzellente Bildqualität ohne Röntgenstrahlen erreicht wird.

Diagnostik Magnetresonanztomographie

Bitte beachten Sie: Patienten, die bestimmte Implantate wie zum Beispiel einen Herzschrittmacher tragen, können nicht mit diesem Verfahren untersucht werden.

Mammographie

Die
Mammographie

Bei der Mammographie wird die weibliche Brust im Rahmen einer radiologischen Untersuchung üblicherweise in zwei Ebenen (meist senkrecht von oben und schräg seitlich) dargestellt. Die in Weichstrahlentechnik hergestellten Aufnahmen ermöglichen Rückschlüsse auf krankhafte Prozesse des Brustgewebes und werden normalerweise durch sonographische und palpatorische Befunde ergänzt. Die Mammographie wird daher nicht nur im Screening bei symptomfreien Frauen eingesetzt, sondern auch in der Abklärung verdächtiger Befunde.

Zur Brustkrebsdiagnostik setzen wir das moderne Verfahren der Tomosynthese (3D-Mammographie) ein. Im Gegensatz zur herkömmlichen digitalen Mammographie (2D) wird eine Serie von Schichtaufnahmen zur dreidimensionalen (3D) Darstellung der Brust erzeugt. Dadurch lassen sich Überlagerungen von Gewebestrukturen ausblenden und das Brustdrüsengewebe besser beurteilen.

Am Standort Soest sind wir als Mammographie Screening Einheit zugelassen. Unsere Ärzte und das Fachpersonal verfügen über besondere fachliche Qualifikationen und sind entsprechend zertifiziert.

Diagnostik Mammographie

Nuklearmedizin

Die
Nuklearmedizin

In der Nuklearmedizin werden radioaktive Stoffe für die medizinischen Diagnostik und Therapie angewendet. Die Strahlenbelastung für den Patienten ist dabei gering, da durch hochempfindliche Spezialkameras kurzlebige radioaktive Stoffe verwendet werden können. Bei dieser Untersuchungsmethode können somit zeitgleich Ergebnisse zur Funktion und Form ermittelt und ausgewertet werden. Nuklearmedizinische Untersuchungen eignen sich beispielsweise für die Diagnostik der Schilddrüse, des Skeletts, des Herzens, der Nieren, Lungen oder auch des Gehirns. Hier lassen sich Aussagen über Gewebeveränderungen, Entzündungen, Stoffwechselprozesse, Tumore oder Gewebedurchblutung treffen.

Zum Leistungsspektrum unserer Nuklearmedizin gehören:

  • Endokrinologische Schilddrüsen-Sprechstunde
  • Skelettszintigraphie
  • Myokardszintigraphie
  • Nierenszintigraphie
  • Lungenszintigraphie
  • Nebenschilddrüsenszintigraphie
  • Hirnszintigraphie (DAT-Scan)
  • Entzündungsszintigraphie
  • Rezeptorszintigraphie (Somatostatinrezeptorszintigraphie)
  • PET/CT-Untersuchung (Tumordiagnostik mit FDG)

Die Szintigraphie

Bei der nuklearmedizinischen Untersuchung, der sogenannten Szintigraphie, wird eine kurzlebige radioaktiv markierte Substanz in den Körper eingebracht. Sie wird meist in die Armvene gespritzt und verteilt sich dann über den Blutkreislauf – hierbei wird das zu untersuchende Organ radioaktiv angereichert. Entsprechend des unterschiedlichen Anreicherungsmodus der einzelnen Organe werden nach unterschiedlich langen Zeitabständen Aufnahmen mit einer hochempfindlichen Spezialkamera angefertigt.

Die Myokardszintigraphie

Durch eine Myokardszintigraphie lassen sich mit einer schwach radioaktiven Substanz, welche sich in den Herzmuskelzellen anreichert, die Durchblutung und die Herzfunktion mittels einer hochempfindlichen Kamera bildlich darstellen. Durch eine spezielle Aufnahmetechnik können Informationen zur regionalen und globalen Pumpfunktion des Herzmuskels bestimmt werden. In der Regel wird diese Untersuchung in einer Ruhe- sowie einer Belastungssituation an unterschiedlichen Tagen durchgeführt und anschließend miteinander verglichen.

Die Skelettszintigraphie

Die Skelettszintigraphie ist eine Untersuchungsmethode zur Erkennung und Lokalisation einer Veränderung des Knochenstoffwechsels, welche einer Veränderung der Knochenstruktur zeitlich vorausgeht. Diese Veränderungen sind zeitlich später im Röntgen, CT oder MRT sichtbar. Es wird eine leicht radioaktive Substanz in die Vene gespritzt, welche dann vorübergehend in den Knochenstoffwechsel eingebaut wird. Dieser kann dadurch mit einer hoch sensitiven Gamma-Kamera bildlich dargestellt werden.

Die Nierenszintigraphie

Bei der Nierenszintigraphie wird eine schwach radioaktive Substanz in die Vene gespritzt, welche nur über die Nieren ausgeschieden wird. Dies erlaubt Aussagen über die Durchblutung, Funktion und Abfluss der einzelnen Nieren. Nach Gabe eines „harntreibenden Medikamentes“ ist eine Aussage über das Ausmaß einer Abflussstörung möglich.

Die Endokrinologische
Schilddrüsensprechstunde

In unserer nuklearmedizinischen Praxis stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung eine umfassende Schilddrüsendiagnostik durchzuführen.

Je nach Indikationsstellung können folgende Untersuchungsmöglichkeiten in unserer Schilddrüsensprechstunde durchgeführt werden:

  • Schilddrüsensonographie
  • Schilddrüsenszintigraphie (radioaktive Funktionsdiagnostik)
  • Schilddrüsenlabordiagnostik
  • Schilddrüsenfeinnadelpunktion (zytologische Gewebeuntersuchung)
  • Schilddrüsenszintigraphie mit Tc-99m MIBI (Dignitätseinschätzung)
  • Therapieempfehlungen und Kontrollen

Die Schilddrüsensonographie

Mit modernsten Ultraschallgeräten (7 – 12 MHZ-Schallköpfe) können neben den Größenbestimmungen auch Strukturveränderungen wie Knoten oder Zysten der Schilddrüse erkannt, beurteilt und vermessen werden. Bei sonographisch nachgewiesenen Knoten wird die Funktion der Schilddrüse mit einer Szintigraphie dargestellt, die Aufschluss über eine Autonomie oder kalte Areale geben kann.

Die Schilddrüsenszintigraphie

Eine schwach radioaktive Substanz wird in die Armvene gespritzt. Diese wird wie Jod in die Schilddrüse aufgenommen, aber nicht weiter in den Stoffwechsel eingebunden. Nach etwa 20 Minuten wird die Verteilung der Substanz in der Schilddrüse mit einer Gamma-Kamera gemessen. Nebenwirkungen sind auch bei bekannter Jodallergie nicht zu erwarten.

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET/CT)

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in Kombination mit der Computertomographie (CT) ist das derzeit modernste Verfahren in der bildgebenden Diagnostik von Tumorerkrankungen.

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) stellt den Stoffwechsel von Zellen dar. Da Tumorzellen meistens einen erhöhten Zuckerstoffwechsel aufweisen, wird für diese Untersuchung eine geringe Menge radioaktiv markierter Traubenzucker Fluor-Desoxy-Glukose (FDG) in eine Armvene gespritzt. Anschließend wird die Verteilung des Traubenzuckers im Körper mit einer speziellen Kamera aufgenommen. Gleichzeitig wird eine Computertomographie (CT) angefertigt, welche die Struktur des untersuchten Körpers abbildet.

Diese Kombination ermöglicht eine exakte Zuordnung von Bezirken mit erhöhtem Zuckerstoffwechsel zu Organen. Durch diese Untersuchungsmethode kann die Ausbreitung des Tumorgewebes in erkrankten Organen und Lymphknoten oder eine Metastasierung (Bildung von Metastasen) in andere Organe sehr gut beurteilt werden. Die Indikationsstellung für eine PET/CT Untersuchung muss immer gemeinsam mit den beteiligten Fachärzten (z. B. Onkologe, Strahlentherapeut, Chirurg) gestellt werden.